Friedrichstadt sieht aus, als wäre ein Stück Holland an der Treene gestrandet – Backsteingiebel, Grachten, Zugbrücken. Kein Zufall: Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf gründete die Stadt 1621 als Handelsstadt, niederländische Siedler und verfolgte Remonstranten bauten sie mit auf.
Für wen geeignet: Für einen entspannten Tagesausflug von Husum oder Nordstrand aus (gut per Bahn oder Rad erreichbar), für Architektur- und Geschichtsinteressierte, für Familien auf der Suche nach den über 100 historischen Hausmarken an den Fassaden.
Was du sehen solltest
- Grachten und Backsteinrenaissance: prägen das gesamte Zentrum, besonders eindrucksvoll vom Wasser aus.
- Doppelgiebelhaus in der Prinzenstraße 23, ausgezeichnet mit dem Europa-Nostra-Preis.
- Paludanushaus mit Rokokotür, das „Schiefe Haus“ und die Remonstrantische Kirche.
- Granitbrücke (rund 250 Jahre alt) zum Marktplatz, dessen Westseite von neun historischen Häusern gesäumt wird.
- Hausmarken-Suche: über 100 niederländische „Gevelsteenen“ über den Eingangstüren – Rosen, Windmühlen, Hunde, eine Taube von 1622. Ein eigenes kleines Entdeckungsspiel für Fotografen und Familien.
Aufs Wasser
Von Ostern bis Oktober fahren Grachtenschiffe durch die Stadt – die entspannteste Art, Friedrichstadt kennenzulernen. Auf Treene und Eider lassen sich zusätzlich Tretboot, Kanu oder SUP fahren.
Praktische Fakten
- Anreise Bahn: ab Husum rund 10 Minuten, ab Hamburg rund 2 Stunden mit der Regionalbahn.
- Anreise Auto: die engen Gassen im Zentrum sind oft schwierig zu befahren. Kostenlose Parkplätze gibt es am Stadtrand (z. B. am DJH oder am Friedhof), von dort sind es wenige Gehminuten ins Zentrum.
- Vor Ort: am besten zu Fuß, mit dem Rad oder vom Wasser aus erkunden.
- Einkehren: die Holländische Stube direkt am Wasser.
- Museen: Museum Alte Münze, Tischlereimuseum Jacob Hansen, Modellbahn-Zauber.
Hinweis: Fahrpläne und Öffnungszeiten der Grachtenschiffe ändern sich saisonal – aktuelle Infos bei der Friedrichstadt Tourismus.